Neuer 3. Platz bei den Herren

Zwei Poing Speedfires erreichen bei den ICO Crossminton Weserbergland Open 2017 den 3. bzw. 9. Platz. Damit schieben sie sich auf Platz 3 und 12 der Deutschen Rangliste hinauf!

Ausnahmsweise mal ganz gemütlich machen sich die beiden Speedfires Sebastian Bruszies und Paul Holleis auf den Weg nach Hessisch Oldendorf zu den Weserbergland Open 2017. Auf dem Weg dorthin nehmen sie noch den Münchner Alexander (Sascha) Naumann und den Nürnberger Sebastian Christoph mit. Das heißt, eigentlich nimmt dann Sebastian C. spontan alle anderen mit, da das Poinger Gefährt den Geist aufzugeben droht …

Samstag Abend werden von der kleinen Gruppe der „Knightspeedfirelights“ noch die letzten Taktiken durchgesprochen bevor es dann am Sonntag um 8 Uhr in die Halle geht. Alles wie gewohnt hervorragend organisiert von den Crossminton-Leuten des Time Sports e.V.  inklusive Handy-App zum Punktezählen!

In der Herren (bzw. Open) Kategorie hatten sich 10 der Top-15 Spieler in Deutschland angemeldet. Dementsprechend kompetitiv gestalten sich die Gruppen. Sascha erwischt einen unglücklichen Start und scheitert in der Gruppenphase. Unser Nürnberger Freund Sebastian C. kann sich als Gruppenzweiter fürs Achtelfinale qualifizieren, verliert da aber (zu) deutlich gegen Niklas Feierabend aus Buxtehude.

Unser Sebastian dagegen spielt von Anfang an hervorragend und konzentriert auf und gewinnt das wichtige Spiel gegen ‚Gastgeber‘ Maximilian Franke stark mit 17:15, 14:16, 14:16. Als er dann noch Michael Neutzsch aus Berlin in drei und den Münsteraner Max Schubert in zwei Sätzen besiegt, ist der Gruppensieg klar und damit der Einzug ins Achtelfinale gesichert. Dort ist allerdings Schluss gegen Daniel Zabel aus Münster, da er sich erst zu spät an dessen sehr starken und platzierten Smashes aus jeder Lebenslage gewöhnen kann. Aber eine starke Leistung und eine erfolgreiche Rückmeldung in die Turnierszene!

Paul kann sich in der Gruppe relativ ungefährdet gegen den eigentlich Ü40-Spieler Andre Noll durchsetzen und schnell einen zweiten Sieg gegen den Niederlaender Geuverink einfahren. Einzig der Münsteraner Joschka Wunderlich kann ihm noch den Gruppensieg nehmen, was ihm auch in zwei knappen Sätzen gelingt. Als Gruppenzweiter wartet dann der Berliner Sebastian Kloss im Achtelfinale, was, wie in der Vergangenheit auch, ein sehr enges Spiel wird.

Der erste Satz geht noch relativ klar an Paul, der zweite dafür noch klarer an Sebastian K. Im dritten Satz kann sich Paul nach einem anfänglichen Rückstand wieder herankämpfen. Die entscheidende Szene dann bei 11:11: Paul erspringt sich noch einen schön platzierten Ball, kann dann den nächsten noch halb liegend retournieren und kommt wieder ins Spiel. Als Sebastian dann versucht die Gelegenheit zu nutzen aber dabei knapp ins Aus spielt, ist natürlich das Selbstvertrauen auf der einen Seite groß und auf der anderen Seite erschüttert und der entscheidende Satz geht an Paul.

Im Viertelfinale trifft er dann auf Daniel Zabel (siehe oben). Glücklicherweise kommt dieser nicht so recht ins Spiel und Paul kann den ersten Satz gewinnen. Im zweiten wird er aber regelrecht abgeschossen und aus einem 2:7 Rückstand wird schnell ein 6:15. Siegessicher versucht Daniel einen der Satzbälle zu verwandeln, macht aber dabei einen Fehler nach dem anderen. Paul bleibt konzentriert und plötzlich steht es schon nur noch 11:15. Daniel wird sichtlich nervöser und als dann noch bei 14:15 ein Smash nur hauchdünn vor der Linie landet ist plötzlich wirklich wieder alles offen. Und tatsächlich gewinnt Paul den zweiten Satz und steht im Halbfinale!

Nach diesen beiden kuriosen Spielen steht, wie eigentlich auf jedem Turnier, die deutsche und internationale Nummer 1, Sönke Kaatz auf der anderen Seite. Und wie jedes Mal wird es ein schön anzusehendes Spiel: Sönke mit offensivem Spiel von überall, Paul mit viel Einsatz und Reaktion auf eine Konterchance wartend. Ebenso wie immer kann sich Paul aber nur kurz eine Führung herausspielen und am Ende ist Sönke einfach viel zu konstant und stark. Trotzdem mit 13:16, 10:16 ein Ergebnis das sich sehen lassen kann und damit ein nicht unverdienter 3. Platz und 100 Punkte für die Rangliste – damit steht endlich mal ein Poinger unter den Top 3 Spielern auf der deutschen Rangliste der Open Division!

Vielen Dank an Sebastian, Sebastian und Sascha, die mit der Rückfahrt noch gewartet haben dass Paul noch das Treppchenplatz-Foto von sich bekommen konnte. Nachdem alle gegen 4 Uhr früh zu Hause waren, geht es kommende Woche schon wieder in den Norden zu der ersten Runde des DCV Mannschaftspokals nach Bautzen.